An der Maschinendatenerfassung beteiligte Steuerungen und Rechner arbeiten mit unterschiedlichen Systemzeiten. Selbst bei erfolgter Synchronisation können nach einiger Zeit Abweichungen auftreten, weil die internen Uhren unterschiedlich genau laufen. Eine regelmäßige Synchronisation ist also notwendig. Der OPC Router koordiniert diese Aufgabe durch Transfer der erforderlichen Zeitstempel.

Daten werden in der SPS im Ringspeicher vorgehalten. Der Zeitstempel in der Datenerfassung wird also aus der SPS übernommen und nicht serverseitig gesetzt. Die Synchronisation besorgt eine OPC-Router-Verbindung:
Zyklisch, nach benötigter Genauigkeit, stößt der Router eine Stored Procedure auf dem Datenbankserver an. Die Prozedur liefert die Systemzeit als zwei binär codierte Zahlen (High- und Low-Timestamp) zurück. Der Router schreibt die Zeitstempel in einen definierten Datenbaustein der Steuerung und setzt ein Triggerbit. Das Triggerbit veranlasst die SPS, über die Funktion SFC0 ihre Systemzeit neu einzustellen. Die übergebenen Zeitstempel werden dabei als Parameter genutzt.
Je nach Notwendigkeit findet diese Aktualisierung einmal täglich bis stündlich statt. Die Zeit, die der Datentransfer benötigt, kann in der Regel vernachlässigt werden. Der Datenbankserver kann bei Bedarf über einen Uhrzeitserver regelmäßig mit der koordinierten Weltzeit (UTC) synchronisiert werden.
Bei der Projektierung der MDE-Transfers im Router ist darauf zu achten, dass ausschließlich die Zeitstempel aus dem Ringspeicher erfasst werden und weder die Systemzeit des OPC Routers (die als Variable verfügbar ist) noch die des Zielservers (über einen Standardwert des Zeitstempelfeldes) Verwendung finden.
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