OPC – ursprünglich „OLE for Process Control“ – hat sich seit Veröffentlichung der ersten Spezifikation 1996 längst zur Standard-Softwareschnittstelle in der Automatisierungstechnik entwickelt.

Hervorgegangen ist OPC aus dem Bestreben der führenden Anlagenbauer weltweit, ihre Geräte herstellerübergreifend problemlos miteinander kommunizieren zu lassen. Die eigens gegründete OPC Foundation wacht heute über die verschiedenen Spezifikationen, ihr gehören mehr als 450 Unternehmen der Branche an.
OPC ermöglicht das Auslesen genauso wie das Zurückschreiben in Anlagensteuerungen (SPS) und anderen Feldgeräten und damit die Überwachung der Produktion in Echtzeit, das Archivieren der Daten und den Umgang mit Alarmen und Meldungen aus den Steuerungen. OPC kann Daten auch für die Anforderungen einer ERP-Software zur Verfügung stellen, zum Beispiel zum Verfolgen von Fertigungsaufträgen, produzierten Chargen oder Materialverbräuchen. Während die früheren Spezifikationen, basierend auf Microsofts DCOM, an Windows-Betriebssysteme gebunden blieben, wird die neue OPC Unified Architecture DCOM- und plattformunabhängig arbeiten.
In der Praxis werden Anlagensteuerungen, Sensoren, Zähler und andere Geräte an einen so genannten OPC-Server angebunden. Die Aufgaben dieses Servers brauchen nicht auf die produktionsinterne Kommunikation beschränkt zu bleiben. Er kann genauso gut als Gateway zur IT-Welt der Büros dienen, das einerseits Daten bereithält, andererseits aber das Produktionsnetz gegen unbefugte Zugriffe absichert. Die Kommunikation erfolgt oft über Ethernet und TCP/IP.
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