Mit Tetra PlantMaster gelingt der Daten-Sprung von Anlagensteuerung ins SAP-System
Autor: Tobias Henrich, erschienen in der Lebensmitteltechnik 6/2009, S. 17, PDF
Eine Anbindung der Produktionssteuerung an das SAP-System vereinfacht die Datenpflege, optimiert die Rohstoffdisposition, schafft mehr Transparenz und vermeidet Fehler. Im Rahmen der Tetra PlantMaster-Automationsplattform bietet Tetra Pak dieses jetzt als Lösung an.
Herzstück ist ein Datenrouter, der einerseits die Produktionsdaten in einer MS SQL Server Datenbank erfasst und andererseits über BAPI-Schnittstellen mit dem SAP System kommuniziert. Über diese Verbindung werden die für das jeweilige Produkt im SAP erstellten Rezepturen in die Produktionsdatenbank heruntergeladen. In umgekehrter Richtung erfolgt eine Rückmeldung der bei der Produktion tatsächlich verbrauchten Rohstoffe und der zugehörigen Chargeninformationen.

Das Beispiel zeigt die Übertragung der Rezepturkomponenten aus SAP in die Rezeptursteuerung des Tetra PlantMaster Automationssystems
Rohstoffverbräuche werden so zeitnah und automatisch im SAP-System verbucht. Dadurch ist eine genauere Rohstoffdisposition möglich. Die Eingabe der Rezepte wird nur noch an einer Stelle vorgenommen, eine doppelte Datenpflege entfällt. Da der Datenfluss automatisch erfolgt, werden Fehler durch manuelle Eingaben vermieden. Die Lösung basiert auf dem modular aufgebauten Datenmanagementsystem Tetra WebCenter, mit dem verschiedene MES- und MIS-Funktionen wie Rezeptur- und Auftragsverwaltung mit integrierter Lagerbestandsführung sowie Produktionsdatenerfassung und -analyse bedienerfreundlich über eine webbasierte Oberfläche nutzbar gemacht werden. Der Zugriff auf die Daten erfolgt über den Internet Explorer. Dadurch kann das System ohne zusätzliche Lizenzkosten und Softwareinstallation an beliebig vielen Arbeitsplätzen im Unternehmen bereitgestellt werden und steht so für Analysen jeglicher Art zur Verfügung.
Rezepturverwaltung:
Das Rezeptmodul im Tetra WebCenter dient als Frontend für die Rezeptdatenbank auf dem Produktionsserver. Die per Download-Funktion aus dem SAP übertragenen Rezepturkomponenten werden automatisch in der Datenbank in einen festgelegten Schrittablauf eingefügt. Manuell werden dann in dem Rezept noch einige Prozessparameter wie Erhitzungsund Kühltemperaturen und Rührwerksparameter eingegeben, die nicht Teil des SAP-Rezeptes sind.

In der Übersicht werden die erfassten Materialverbrauchsmengen angezeigt. Gegebenenfalls kann der Bediener Fehler korrigieren und schickt die Daten dann per Knopfdruck an das SAP
Materialverbräuche und Produktionsmengen:
Nach Ende einer Produktion werden die verbrauchten Rohstoffmengen ermittelt. Sie sind danach batchweise in einer Tabellenansicht im Tetra WebCenter abrufbar. Nach einer Prüfung und gegebenenfalls Korrektur von Menge und Rohstoffchargennummer durch das Bedienpersonal wird die Übermittlung an SAP freigegeben. Die Mengen für die einzelnen Materialverbräuche werden bei der Übertragung jeweils pro Produktionsauftrag und Rohstoffcharge zusammengefasst. Die Vorteile eines automatisierten Datenaustausches zwischen SAP-System und Produktionssteuerung liegen auf der Hand: Basisdaten können zentral verwaltet werden und wichtige Informationen stehen zeitnah den Entscheidungsträgern unternehmensweit zur Verfügung. Durch die Verwendung von Standardtechnologien wird der Implementierungsaufwand gering gehalten, sodass sich die Lösung auf Basis der Tetra PlantMaster-Automationsplattform auch wirtschaftlich schnell auszahlt.
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