Erfolgsgeschichten

Deutsches Milchkontor (DMK): Vom Wiegeschein zur lückenlosen Digitalprozesskette


Über den Kunden

Die DMK Group ist mit rund 30 Standorten in Deutschland und den Niederlanden Deutschlands größte Molkereigenossenschaft. Im Werk Altentreptow verarbeitet DMK gentechnikfrei erzeugte Milch zu hochwertigem Käse, unter anderem für die Marke MILRAM. Rund um die Uhr treffen dort Milchsammelwagen ein, deren Anlieferung lückenlos gesteuert und dokumentiert werden muss.

Herausforderung: Lückenlose Qualitätssicherung im 24/7-Betrieb

„IT-gestützte Qualitätssicherung hat in allen Arbeitsprozessen oberste Priorität“, bringt es Hans-Martin Lohmann, Werkleiter im DMK-Werk Altentreptow, auf den Punkt. Die eigentliche Herausforderung lag dabei nicht in einem einzelnen Arbeitsschritt, sondern darin, viele Systeme zuverlässig zu verbinden: Fahrzeugidentifikation, Wiegetechnik, Labor- und Hemmstofftests, Qualitätssicherung und die zentrale Tourenplanung in Bremen. Ohne automatisierte Kommunikation zwischen diesen Systemen drohten Medienbrüche und manuelle Übertragungsfehler – ein Risiko, das sich ein Betrieb mit HACCP-Pflicht nicht leisten kann. Mandy Kriesen, Qualitätsbeauftragte der DMK Group in Altentreptow: „Besonders für das Qualitätsmanagement ist es sehr wichtig, dass der gesamte Prozess fehlerfrei über alle Systeme hinweg dokumentiert wird.“

Lösung: OPC Router und Kepware Server als Datendrehscheibe

DMK setzt auf den OPC Router von inray als zentrale Integrationsplattform, ergänzt um den Kepware Server zur Anbindung der Steuerungen und Wiegetechnik vor Ort. Gemeinsam verbinden beide Systeme die Fachanwendungen im Werk automatisiert und sorgen dafür, dass jede Station im Anlieferprozess ihre Daten in Echtzeit weitergibt:

Ankunft und Identifikation: Ein RFID-Chip im Fahrerausweis wird am Pförtnerhaus gescannt, das Fahrzeug wird automatisch erkannt.

Verwiegung: Das Sammelfahrzeug wird beladen und später leer gewogen, um die Milchmenge exakt zu dokumentieren.

Qualitätsprüfung: Das Charm-EZ-System testet auf Antibiotika-Hemmstoffe, ergänzt um eine pH-Wert-Kontrolle. Der OPC Router überträgt die Ergebnisse an Labormanagementsystem (WinLaisy), Qualitätssicherung und weitere Werksysteme.

Freigabe und Abmeldung: Nur bei bestandener Prüfung gibt das System das Abpumpen frei, nach Reinigung und zweiter Verwiegung meldet sich der Fahrer ab, die Daten gehen automatisiert an die Tourenplanung in Bremen.

So bindet die Kombination aus OPC Router und Kepware Server unterschiedlichste Systeme ein. Über die Cloud-Plattform manubes lassen sich diese Prozess- und Qualitätsdaten zusätzlich standortübergreifend in Echtzeit sichtbar machen, für Dashboards, KPIs und einen schnellen Überblick auch außerhalb des Werks. „Der Sammelwagenfahrer hat noch weitere Stationen vor sich“, beschreibt Lohmann den dichten, aber dank der Systemintegration reibungslosen Ablauf.

Nutzen für DMK

Lückenlose Dokumentation jedes Prozessschritts, jederzeit nachvollziehbar.

Rechtssichere Qualitätskontrolle gemäß HACCP-Konzept durch automatisierte Anbindung der Prüfsysteme.

Effizientere Fahrzeugverfügbarkeit durch automatisierte Abwicklung am Werkstor.

Nahtlose, standortübergreifende Kommunikation zwischen Altentreptow und der Zentrale in Bremen, potenziell erweiterbar um Echtzeit-Transparenz via manubes.

Für DMK ist die Kombination aus OPC Router, Kepware Server und manubes damit das Rückgrat eines Prozesses, der Qualitätssicherung, Effizienz und Transparenz im 24/7-Betrieb miteinander verbindet.